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Mehr Euro-Blüten: 2003 massiver Anstieg im Vergleich zum Vorjahr

Foto: Reuters/GROSSRUCK
massiven Anstieg an Falschgeld registrierte das Bundeskriminalamt (BK) im heurigen Jahr: Insgesamt 18.000 "Euroblüten" stellten die Kriminalisten bis Ende Oktober sicher, sagte der Leiter der Abteilung für Organisierte Kriminalität im BK, Erich Zwettler. Im Vorjahr waren nur 5.068 Stück aufgetaucht.

Grund zur Freude gab es dennoch: 12.000 Exemplare, also rund zwei Drittel, wurden bereits abgefangen, bevor sie Schaden anrichten konnten, sagte Zwettler. Alles in allem also ein erfolgreiches Jahr: 2002 habe es beispielsweise überhaupt "keine nennenswerten Sicherstellungen vor dem Umlauf" gegeben. Erreicht habe man den heurigen Erfolg durch eine verstärkte "Prävention und Repression".

"Geographischer Nachteil"

Auch im EU-Vergleich haben sich die heimischen Ermittler offenbar verbessern können. Im vergangenen Jahr waren rund 2,4 Prozent aller in der Eurozone aufgetauchten falschen Banknoten in Österreich auf den Markt gelangt. Heuer war hier die Bilanz mit 1,5 Prozent im ersten Halbjahr ebenfalls positiv, so Zwettler. "Das muss uns erst einmal jemand nachmachen", sagte er. Schließlich habe Österreich "den geographischen Nachteil, dass die Täter als erstes zu uns gekommen sind".

Gefälscht wurden hauptsächlich Fünfzigerscheine, gefolgt von Hundertern und Zweihundertern. Herkunftsländer waren vor allem osteuropäische Länder wie Bulgarien und Serbien-Montenegro. Rund die Hälfte aller sichergestellten Fälschungen tauchten laut der Halbjahresbilanz der Österreichischen Nationalbank in Wien auf.

Besondere Vorsicht in der Weihnachtszeit

Der einsetzende Weihnachtshandel habe bisher noch keinen Anstieg der Falschgeldquote mit sich gebracht, sagte Zwettler. Es sei aber durchaus denkbar, dass Kriminelle hier entstehende hektischen Situationen ausnutzen würden, um ihre Scheine auf den Markt zu bringen, warnte er. Konsumenten und Kassierer sind hier zu besonderer Vorsicht aufgerufen.

Risikogruppen sind vor allem jene Branchen, bei denen in schneller Abfolge bezahlt wird, wie beispielsweise Trafikanten, sagte Zwettler. Auch Taxifahrer sollten vorsichtig sein, meinte er. Da oft im Dunklen bezahlt werde, sei die Gefahr größer, einen falschen Schein zu kassieren. (APA)