Washington - Einen Tag nach der Verabschiedung der "Genfer Initiative" haben 32 christliche, jüdische und moslemische Religionsführer die US-Regierung aufgefordert, sich stärker für den Frieden im Nahen Osten zu engagieren. Von US-Präsident George W. Bush forderten sie am Dienstag eine neue Friedensinitiative. Die Glaubensführer repräsentieren nach eigenen Angaben 100 Millionen US- Amerikaner.

"Der Schlüssel für Frieden im Nahen Osten liegt in den Händen von Bush", sagte der Vizepräsident der Konferenz amerikanischer Rabbiner, Paul Menitoff. Die "Genfer Initiative" zur Beendigung des Nahost-Konfliktes biete eine für alle Seiten akzeptable Lösung. Die Initiative war als Modellvertrag ohne völkerrechtliche Bedeutung von früheren israelischen und palästinensischen Ministern ausgehandelt und am Montag in Genf unterzeichnet worden. Sie sieht unter anderem die Gründung eines Palästinenserstaates neben Israel vor mit Jerusalem als Hauptstadt beider Länder.

"Wir sind besorgt über den ins Stocken geratenen Friedensprozess", sagte der lutherische Bischof Mark Hanson. Eine weitere Zurückhaltung der USA würde zur Eskalation des Konfliktes führen. Eine Lösung des Nahost-Konfliktes sei der beste Krieg gegen den Terror, sagte der Generalsekretär der islamischen Gesellschaft in den USA, Sayyid Muhammed Syeed. (APA/dpa)