Stuttgart - Der Daimler-Benz-Konzern (Stuttgart) und die Chrysler Corp. (Auburn Hills/US-Bundesstaat Michigan) wollen mit ihrer Fusion den drittgrößten Automobilhersteller der Welt nach den US-Giganten General Motors und Ford formieren. Nach früheren Angaben von Daimler-Benz-Konzernchef Jürgen Schrempp erwartet Daimler-Chrysler im laufenden Jahr einen Umsatz von etwa 260 Milliarden DM (1.829 Milliarden Schilling). 1997 betrug der zusammengefaßte Umsatz 229 Milliarden DM. Im laufenden Jahr wird mit einem Auto-Absatz von 4,4 Millionen Fahrzeugen gerechnet. Auf die Daimler-Marken wird davon der kleinere Teil entfallen. Die Marke Mercedes rechnet mit Auto-Verkäufen von mehr als 850.000 Stück. Der Konzern hatte angekündigt, die Aktionäre von Daimler-Benz könnten mit einem Gelingen der Fusion mit höheren Dividenden rechnen. Daimler-Benz hatte für das vergangene Jahr 1,60 DM je Aktie ausgeschüttet, Chrysler 1,60 Dollar (18,5 Schilling). Der Hauptsitz des neuen Konzerns mit etwa 428.000 Beschäftigten soll Stuttgart sein. Es wird zwei Verwaltungszentralen in Stuttgart und Auburn Hills geben. Der Konzern soll drei Jahre lang von einer mit Schrempp und dem bisherigen Chrysler-Chef Robert Eaton besetzten Doppelspitze geführt werden. Danach soll Schrempp die Zügel alleine übernehmen. Geplant ist ein 18köpfiger Vorstand, in dem es einen "Integrationsrat" mit acht Mitgliedern geben wird. Vorsitzender des Aufsichtsrats wird - wie bei Daimler - der frühere Deutsche-Bank- Vorstandssprecher Hilmar Kopper. An dem künftigen Daimler-Chrysler- Konzern werden 44 Prozent der Anteile in den USA gehalten werden, 37 Prozent in Deutschland. (APA/dpa, 26.10.1998)