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Windenergie macht nicht überall Sinn

Foto. APA/ Ingo Wagner
Bregenz - Ein einziger Standort würde sich in Vorarlberg zur Nutzung von Windenergie eignen. Zu diesem wenig überraschenden Ergebnis kam eine Studie der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Die Landesregierung hatte die Wissenschafter vor drei Jahren mit der Untersuchung des Windpotenzials im Gebirgsland beauftragt, am Mittwoch präsentierte Hartwig Dobesch die Studie.

Generell sieht Klimaexperte Dobesch "die Zukunft der Windenergie in den Bergen". Der Grund dafür liegt weniger in der besseren Eignung von Alpenstandorten als in der Ablehnung der Bevölkerung im Flachland, "hier wehren sich immer mehr Menschen gegen die landschaftlichen Veränderungen". Voraussetzung für hochalpine Windparks sind aber, so Dobesch, "technologisch verbesserte Turbinen". Denn der Transport der aktuellen Turbinenmodelle sei technisch und finanziell sehr aufwändig.

Walserkamm

In Vorarlberg käme für einen Windpark nur der Walserkamm zwischen Furka Joch und Hoher Freschen (Bezirke Feldkirch und Bludenz) in Frage. Auf rund 1900 Meter Seehöhe, weitab der Stromnetze, aber in unmittelbarer Nähe eines Naturschutzgebietes, könnte etwa 700 Watt/m² Windenergie erzeugt werden. Adolf Gross, Leiter des Energieinstitutes: "Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit wurden in dieser Phase noch nicht untersucht." Viel Energie wird das Energieinstitut der Windenergie nicht widmen. Gross: "Wir werden das eher der Eigendynamik überlassen." (jub, DER STANDARD Printausgabe 4.12.2003)