Tiflis/Moskau - Die georgische Polizei hat am Donnerstag die Ursachen einer Explosion vor dem Gebäude des staatlichen Rundfunks in der Hauptstadt Tiflis untersucht. Bei der Detonation am späten Mittwochabend war nur Sachschaden entstanden. Übergangspräsidentin Nino Burdschanadse dementierte Gerüchte, wonach die Explosion mit ihrer Zusage für ein Interview im Funkhaus im Zusammenhang stehe. Die Regierung vermutete politische Motive hinter dem Anschlag. "Diese Angelegenheit muss man als Versuch destruktiver Kräfte werten, die Lage vor der Parlamentswahl im Jänner zu verschärfen", sagte der neu ernannte Innenminister Georgi Baramidse. Am vergangenen Samstag war ein Sprengsatz vor der Zentrale der oppositionellen Arbeiterpartei detoniert. Nach wochenlangen friedlichen Demonstrationen hatte die Opposition Ende November den Rücktritt von Staatspräsident Eduard Schewardnadse erzwungen. (APA/dpa)