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"Kakao ist eine hochwertige Anbaupflanze, die unter dem Dach des Regenwaldes angebaut werden kann", so der Koautor der Studie.

Foto: REUTERS/Luc Gnago
Washington - Schokoladenfans können mit Genuss und gutem Gewissen zur Rettung des Regenwaldes beitragen. Das meint das angesehene Worldwatch-Institut in Washington. Der Regenwald in Brasilien könne durch behutsamen Anbau von Kakao-Pflanzen geschützt werden, schreibt das Institut in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Kakao, eine Pflanze die im Schatten gut gedeiht, ist der Hauptbestandteil von Schokolade.

"Kakao hat großes Naturschutzpotenzial", sagte der Koautor der Studie, Chris Bright. "Es ist eine hochwertige Anbaupflanze, die unter dem Dach des Regenwaldes angebaut werden kann." Brasilien wäre nach Angaben von Worldwatch ideal geeignet, Kakao unter umweltfreundlichen Bedingungen anzubauen, hochwertige Schokoladenprodukte herzustellen, tausenden von Bauern Arbeit zu verschaffen und die Schoko-Fangemeinde in eine internationale Bewegung zur Erhaltung des Regenwaldes einzuspannen.

Im Regenwald an der brasilianischen Atlantikküste wurde früher schon Kakao im Schatten der Bäume angebaut. Nach massivem Preisverfall und einer verheerenden Pilzinfektion gaben zehntausende Kakaobauern den Anbau in den 90er Jahren auf. Weil die Preise wieder angezogen sind und pilzresistente Kaffeepflanzen auf dem Markt sind, plädiert Worldwatch dafür, den Kakaoanbau wieder zu beleben. Bright schlug aber vor, gleichzeitig neue Kakao-Produkte zu entwickeln und Schoko-Liebhabern vor Augen zu führen, dass sie mit dem Schokogenuss einen Beitrag zum Erhalt des Regenwaldes leisten können. (APA/dpa)