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Analysten freuen sich "Das war die bisher erfolgreichste institutionelle Veranstaltung in New York, die es auf dieser Basis gegeben hat"

Foto: Reuters/Olson
Wien - Das steigende Interesse institutioneller Investoren an Wiener Aktien - wie am "Investors Day" vor wenigen Tagen in New York gezeigt - stimmt die Experten der Erste Bank für die weitere Kursentwicklung zuversichtlich. "Das war die bisher erfolgreichste institutionelle Veranstaltung in New York, die es auf dieser Basis gegeben hat", sagte Chefanalyst Friedrich Mostböck am Donnerstag vor Journalisten. Die 15 vertretenen ATX-Unternehmen hätten danach das positive Feedback gegeben, dass ihnen ein solches Interesse noch nie entgegengebracht worden sei.

Nicht zuletzt aus diesem Grund bescheinigen die Aktienexperten der Erste Bank dem Wiener Aktienmarkt gute Aussichten in einem international freundlich erwarteten Börsenumfeld. Der "Discount-Abverkauf" in Wien sei jetzt zwar vorbei, aber trotz der Serie an neuen Hochs sei der heimische Aktienmarkt nach wie vor attraktiv bewertet. "Von einer Übertreibung sind wir meilenweit entfernt", meint Analyst Günther Artner. Bis Ende des zweiten Quartals 2004 prognostiziert er einen weiteren Anstieg des Leitindex ATX von 1.510 (Mittwoch-Schluss) auf 1.600 Punkte.

ÖIAG-Privatisierungen als Kurstreiber

Kurstreiber sind nach Artners Ansicht neben den weiteren ÖIAG-Privatisierungen das zu erwartende Gewinnwachstum durch die beginnende Konjunkturerholung in Euroland und noch immer die Osteuropafantasie. In New York sei das Thema auf großes Interesse gestoßen, da es bei dieser "Story" noch Nachholbedarf in den USA gebe. Zusätzlich würden Unternehmen, die sich in Ostasien positionieren, von der aufkeimenden "Chinafantasie" profitieren. Als zusätzliche Triebfeder nennt Artner das Zukunftsvorsorgemodell, das zusätzlich für steigendes Investoreninteresse an der Wiener Börse sorge.

Unter den Einzelwerten legt Artner den Anlegern neben den "Dauerempfehlungen" Andritz (Kursziel 39 Euro) und Mayr-Melnhof (110 Euro) auch Böhler-Uddeholm (60 Euro), Palfinger (26 Euro), Telekom Austria (12 Euro) und voestalpine (38 Euro) ans Herz. Aus der zweiten Reihe scheinen ihm Eybl International (21 Euro), JoWooD (3 Euro) und Wolford (24 Euro) besonders interessant.

Auch für die internationalen Aktienmärkte stehen die Ampeln laut Möstböck beiderseits des Atlantiks weiterhin auf Grün. Ausgehend von einer Fortsetzung der Konjunkturerholung in den USA bzw. dem Beginn in Euroland sollten sich auch die Unternehmensgewinne positiv entwickeln und in höheren Aktienkursen niederschlagen.(APA)