Die von der Datenschutzkommission unter Auflagen erlaubte Markteinführung der Herold Marketing CD ist am Donnerstag auf Kritik der Wiener Grünen gestoßen. Man habe die Entscheidung der Datenschutzkommission "mit Besorgnis" zur Kenntnis genommen, hieß es in einer Pressemitteilung.

Datenmissbrahc ausgeschlossen?

Auch nach Erfüllung der von der Datenschutzkommission vorgegebenen Auflagen stelle sich die Frage, ob Datenmissbrauch bei Verwendung der fraglichen CD wirklich ausgeschlossen werden könne, meinte der Konsumentensprecher der Wiener Grünen, David Ellensohn. Mit der Herold CD könnte "ohne großen Aufwand zum Beispiel nach weiblichen Singles einer gewissen Altersstufe und Einkommen in einem abgegrenzten Gebiet" gesucht werden. In missbräuchlicher Anwendung könnte hier großer Schaden für die Betroffenen entstehen, fürchtet Ellensohn.

Personen, die nicht wollen, dass Angaben über Partnerschaftsverhältnis oder Anzahl der Personen im Haushalt und deren Kaufkraft einer breiten, werbenden Öffentlichkeit zugänglich gemacht würden, könnten sich von der CD streichen lassen, betonen die Wiener Grünen, die auf ihrer Homepage ein Formular zum Download an, dass dann eingeschrieben an die Marketingfirma geschickt werden kann.(APA)