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Der Quartiergeber hat grundsätzlich bei Stornierung Anspruch auf Bezahlung des vereinbarten Preises, und zwar unabhängig davon, ob telefonisch oder schriftlich gebucht wurde.

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Wien - Der Winter lässt weiter auf sich warten und in den Skiregionen hofft man bisher vergebens auf Schnee. Schneemangel ist allerdings kein Stornogrund, sprich: auch wenn kein Schnee liegt und der Urlaub deshalb abgesagt wird, muss das gebuchte Quartier bezahlt werden, stellte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) am Donnerstag fest.

Der Quartiergeber habe grundsätzlich bei Stornierung Anspruch auf Bezahlung des vereinbarten Preises, und zwar unabhängig davon, ob telefonisch oder schriftlich gebucht wurde, führt der VKI aus. Er sei nämlich für den Schneeausfall nicht verantwortlich und habe ausreichende Schneelage zumeist auch nicht zugesagt. Nur wenn der Vertragspartner eine Schneegarantie gegeben habe, könne der Vertrag kostenlos storniert werden, weil der garantierte Zustand nicht vorliege.

Wer früher storniert, zahle weniger

In den Stornobedingungen sei die Höhe der Stornogebühr zeitlich gestaffelt. Hier gelte: Wer früher storniert, zahle weniger, betont der VKI. Die Höhe der Stornogebühr sei aber nicht unverrückbar. Denn der Unternehmer müsse sich alles anrechnen lassen, was er sich durch die Stornierung erspare oder was er durch eine Ersatzbuchung einnehme. "Die Unternehmer sollten hier nicht zu streng sein und ihren Kunden entgegenkommen, denn im Streitfall kann der Richter die Stornogebühr herabsetzen", rät der VKI. Möglicherweise helfe eine Umbuchung oder ein Gutschein, einen Streit zu vermeiden.

Auch bei Liftbetreibern führt der Schneemangel zu Problemen. Komme es nach der Buchung zu einem Leistungsausfall beim Liftbetrieb, dann sei nur für das zu bezahlen, was an Leistung geboten werde, stellt der VKI fest. Fahre nachträglich nur die Hälfte der Lifte, müsse auch nur die Hälfte bezahlt werden. Fahre kein Lift, gebe es Geld retour. Geringfügige Ausfälle werde man aber hinnehmen müssen.(APA)