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Um der Taschentuchzeit zu entgehen, ist jedes Hausmitel einen Versuch wert - im Bild: ein verschnupfter Joschka Fischer

Foto: Reuters/ MICHAEL URBAN
Neu-Isenburg - Eine Nasenspülung mit lauwarmer Kochsalzlösung kann lästigen Erkältungssymptomen den Garaus machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Sozialmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover. An der sechs Monate dauernden Untersuchung hatten insgesamt 628 Menschen teilgenommen.

Dabei hatte eine Gruppe nach einem Bericht der "Ärzte Zeitung" in den ersten drei Monaten täglich mit einer speziellen Nasenspülkanne die Nase mit einer Kochsalzlösung durchspült. Die andere Gruppe hatte dagegen eine Multivitamintablette erhalten. Nach drei Monaten wechselten sich die Gruppen ab.

Im Ergebnis schnitt die Nasenspül-Gruppe dem Bericht zufolge bei neun von 14 typischen Erkältungsbeschwerden besser ab als die Vitamin-Gruppe. So seien 25 Prozent weniger Hals- und Rachenschmerzen aufgetreten. 23 Prozent seltener hätten die Patienten unter vermehrter Schleimbildung und behinderter Atmung gelitten.

Auch Symptome einer Grippe und von Allergien seien seltener festgestellt worden. Zugleich seien weniger Medikamente eingenommen worden. "Über 85 Prozent der Befragten gaben eine Abnahme von Erkältungsbeschwerden an", sagte der Sozialmediziner Thomas Schmidt.

Und weil nicht jeder eine Nasenspülkanne zur Hand hat, mit etwas Übung funktioniert auch ein normales Glas mit etwas in lauwarmen Wasser gelöstem Salz. Die Lösung wird im optimalen Fall in ein Nasenloch eingegossen und sollte, nach einer sanften Kopfdrehung am anderen wieder herauskommen. Für viele Inder gehört die tägliche Nasenspülung zur normalen Mundpflege. (APA/AP)