Moskau/Wien - Bei den Wahlen zur russischen Staatsduma (Unterhaus des Parlaments) am Sonntag wird allgemein mit einem klaren Sieg der Kreml-Partei "Einiges Russland" und ihr nahe stehender Fraktionen erwartet. Offen ist nur, ob das Kreml-Lager die Zweidrittelmehrheit für Verfassungsänderungen erringt und ob es in der neuen Duma neben den Kommunisten noch Oppositionsparteien geben wird. Die liberalen Fraktionen Jabloko und "Union der Rechten Kräfte" könnten Umfragen zufolge an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Präsident Wladimir Putin hat zuletzt offen für "Einiges Russland" geworben. Von den insgesamt 450 Abgeordneten wird je die Hälfte auf Parteilisten und in Einerwahlkreisen gewählt. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 6./7./8.12.2003)