München - Der Gründer der Fluggesellschaft Aero Lloyd, Bogomir Gradisnik, steigt nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus", wieder bei der insolventen Fluggesellschaft ein.

Der 82-jährige Unternehmer habe sich mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter darauf geeinigt, für 27 Millionen Euro bis zu sieben Flugzeuge zu übernehmen, berichtete das Blatt vorab am Sonntag. Der Vertrag solle am 20. Dezember unterzeichnet werden. Gradisnik plane, 51 Prozent an der Gesellschaft zu halten. Er wolle die Aero Lloyd nicht in eine Billig-Fluggesellschaft umwandeln, berichtete "Focus" und zitierte Gradisnik mit den Worten: "Aero Lloyd ist mein Baby, und das lasse ich nicht sterben."

Bisher planten Insolvenzverwalter und Geschäftsführung, die Gesellschaft mit einem neuen Investor als Billigfluglinie fortzuführen. Die Aero Lloyd mit Sitz in Oberursel bei Frankfurt hatte vor fünf Wochen ihren Flugbetrieb wegen Überschuldung eingestellt, nachdem die Bayerische Landesbank als bisheriger Haupteigner Geld für ein Sanierungskonzept abgelehnt hatte.

Die österreichische Tochter des Unternehmens wurde an den Unternehmer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda verkauft. (APA/Reuters)