Salzburg - In der Auseinandersetzung zwischen der Intersport-Genossenschaft und deren größtem Mitglied, die Sport Eybl & Sport Experts AG (EAG), die zuletzt zu Strafanzeigen gegen Intersport-Vorstand Günther Aman und den Stellvertretenden AR-Vorsitzenden von Intersport, Christoph Bründl, geführt hatte, kündigte Aman am Samstagabend am Rande des Intersport-Snow-Festivals in Kaprun Konsequenzen an. Er deutete an, dass diese gegen den Finanzchef der EAG gehen werden, weil dieser die Anzeige erstattet habe.

Näheres ließ er sich allerdings nicht entlocken. Die Strafanzeige wegen Betruges und Untreue sei vom Finanzchef der EAG lanciert worden. Eine Anzeige betreffe ihn selbst, so Aman. Es werde behauptet, er hätte eine private Anwaltsrechnung "über die Firma gezogen", was Aman entschieden zurückwies. In der zweiten Anzeige sei Aman und dem stellvertretenden Aufsichtsrats-Vorsitzenden von Intersport Christoph Bründl ein Schaden von 576.000 Euro vorgeworfen worden, hervorgerufen durch den Verkauf einer 49-prozentigen Beteiligung "über den Wert", erläuterte Aman.

Die Verantwortlichkeiten seien klargestellt, der Akt gehe zur Staatsanwaltschaft, sagte Aman, der davon ausgeht, dass es zu keinem Verfahren kommt. Die Zusammenarbeit von Intersport mit der EAG werde durch diesen Vorfall aber nicht beeinflusst. (APA)