Wien - Unterschiedliche Empfehlungen internationaler Aktienanalysten gab es zu Wochenbeginn für die heimische Telekom Austria. Während die Experten der Deutsche Bank das Anlagevotum für die TA-Aktien von "Hold" auf "Buy" nach oben revidierten, stufte das Investmenthaus Goldman Sachs die TA-Titel von "Outperform" auf "In-Line" herab.

In ihrer der APA vorliegenden Analyse begründete die Deutsche Bank die Hochstufung mit drei Faktoren. Primär verwiesen die Deutsche Bank-Analysten auf die im Branchenvergleich günstige Bewertung der TA. Zudem dürfte das Unternehmen ab 2004 für die Aktionäre wieder Dividenden ausschütten. Schließlich sei die Übernahmefantasie für Telekom Austria noch nicht vollständig im Aktienpreis reflektiert. So habe die Swisscom weiter Interesse an der TA signalisiert.

Kursziel elf Euro

Als Belastungsfaktoren wurden die erwarteten Aktienplatzierungen der Telecom Italia und der Privatisierungsholding ÖIAG, sowie der anziehende Wettbewerb im Mobilfunkbereich genannt. Das Kurziel wurde von der Deutsche Bank von 10,40 auf 11,00 Euro nach oben gesetzt.

Goldman Sachs revidierte das Anlagevotum für die TA-Aktie trotz Bewertungsabschlag zum Branchendurchschnitt nach unten, da Österreich derzeit wegen der harten Konkurrenz im Mobilfunkbereich ein unattraktiver Markt sei. Zudem belaste die geplante Platzierung durch Telecom Italia schon jetzt den Kurs, heißt es in einer Goldman-Sachs-Analyse. (APA)