Bei der Aufklärung eines vier Jahre zurückliegenden Mordes an einem Belgrader Journalisten Slavko Curuvija ist ein "wesentlicher Fortschritt erzielt worden. Das erklärte die serbische Spezialstaatsanwaltschaft für Bekämpfung der Organisierten Kriminalität in einer gemeinsamen Aussendung mit dem Innenministeriumsdirektion zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität am Dienstag. Weiters hieß es, dass ein zuvor unbekannter Zeuge am 5. Dezember eine Personen genau erkannt habe, die sich unmittelbar am Mordüberfall beteiligt hätte.

Es bestehe ein "hoher Grad" an Gewissheit, was die Identität des Mörders angehe, hieß es. Auch habe es sich um einen organisierten politischen Mordangriff gehandelt.

Curuvija war im April 1999 inmitten der NATO-Luftangriffe gegen das damalige Jugoslawien vor seinem Wohnhaus im Belgrader Stadtzentrum erschossen worden. Seine Ermordung war zuvor von einigen Medien, die unter der Kontrolle des Regimes von Slobodan Milosevic standen, direkt angekündet worden. Es wird allgemein angenommen, dass der Auftrag zum Mordüberfall von der Leiterin der neokommunistischen JUL-Partei, Mira Markovic, gekommen sein dürfte. Die Frau von Ex-Staatschef Milosevic hält sich schon seit Ende Februar bei ihrem Sohn Marko in Moskau auf. In Belgrad wird sie von der Justiz auch wegen Amtsmissbrauches gesucht. (APA)