Linz - "Aufreger" des Jahres waren für die Österreicher zwei Themen: Der Anstieg der Kriminalität und der Arbeitslosigkeit. Das zeigt das am Mittwoch veröffentlichte Ergebnis einer IMAS-Umfrage. Das Ausscheiden Österreichs bei der Qualifikation zur Fußball-EM ließ dagegen die meisten kalt.

Jeweils deutlich mehr als die Hälfte der Befragtengaben gaben an, zu den Themen Anstieg der Kriminalität sowie Zunahme der Arbeitslosigkeit, dass sie sich innerlich sehr damit beschäftigt hätten.

Pensionsreform, Krieg und Selbstmordattentate

Kaum geringer war die Erregung über die Bestimmungen der Pensionsreform sowie über die Entscheidung der USA für den Krieg im Irak. Ärgernisse von respektablen Ausmaß waren für die Bevölkerung auch "wie die Regierung ihre Reformpolitik umsetzt" sowie die Selbstmordattentate von Palästinensern in Israel.

Gedanklich weniger beschäftigt

IMAS stieß darüber hinaus auf andere Ereignisse, die zwar großen Gruppen der Bevölkerung ebenfalls nicht gefallen, sie jedoch gedanklich nicht weiter beschäftigt haben. Dazu zählen u.a. das harte Vorgehen Israels gegen die Palästinenser und die Bildung der schwarz -blauen Regierung im Februar.

Wenige regten sich über heißen Sommer auf

Ziemlich kalt ließ die Masse der Österreicher das Ausscheiden der rot-weiß-roten Fußballer bei der Qualifikation zur Fußball- Europameisterschaft. Es gab heuer aber auch Ereignisse, die ausdrücklich die Zustimmung der Österreicher fanden. Der heiße, trockene Sommer bekam die Einschätzung "das hat mir gefallen, damit war ich einverstanden" - aber auch nur von jedem vierten Österreicher. Sparsamen Applaus bekamen auch noch die EU-Erweiterung (14 Prozent positive Nennungen) und der Eisenbahnerstreik (11 Prozent). (APA)