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KP-Chef Gennadi Sjuganow wirft dem Chef der Wahlleitung schwere Wahlfälschung vor.

Foto: REUTERS/Alexander Demianchuk
Moskau - Die russischen Parlamentswahlen vom vergangenen Sonntag sind nach Angaben der unterlegenen Kommunistischen Partei stark gefälscht worden. "Herr Weschnjakow (Chef der Wahlleitung) hat mindestens 3,5 Millionen Stimmzettel fälschen lassen, um das Ergebnis der Partei Geeintes Russland aufzubauschen", sagte der KP-Chef Gennadi Sjuganow am Mittwoch in Moskau. Kontrollzählungen seiner Partei in 11.000 Wahllokalen hätten ergeben, dass den liberalen Parteien Jabloko und Union rechter Kräfte (SPS) bei einer fairen Auszählung der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde gelungen wäre. Der Stimmanteil der KP sei mit 12,7 Prozent (1999: 23,3 Prozent) korrekt angegeben worden. Nach Sjuganows Angaben komme der Sieger, die Kreml-Partei Geeintes Russland, auf 33,1 Prozent und nicht auf die offiziell genannten 37,1 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten den Ablauf der Wahlen als "gut organisiert" bezeichnet. Im Wahlkampf sei aber der Staatsapparat massiv für die Unterstützung der Kreml-Partei missbraucht worden, kritisierte die OSZE in Moskau. (APA/dpa)