Seit 44 Jahren wurde die Schweiz nach der so genannten Zauberformel regiert: Je zwei Mitglieder von FDP, CVP und SP sowie ein SVP-Vertreter lautete die magische Besetzung des Bundesrats. Trotz wiederkehrender Kritik hatte die Formel bisher alle voreiligen Nachrufe überlebt. Mit dem jüngsten Wahlsieg der Schweizerischen Volkspartei (SVP) erhöhte sich der Druck, diese Formel anzupassen, da sie sich arithmetisch nicht mehr rechtfertigen ließ. Ihre Geburtsstunde schlug bei der Bundesratswahl 1959. Als Urheber gilt der damalige Generalsekretär der Christlichdemokratischen Volkspartei Martin Rosenberg. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 11.12.2003)