Seit August hat der deutsche Phonoverband eigenen Angaben zufolge mehr als 10.000 Warnungen an illegale Musikanbieter versandt. "Wir teilen darin mit, dass das Musikangebot ohne die Zustimmung aller Rechtsinhabern verboten ist und Künstler und Verwerter schädigt", erklärt der Vorsitzende der deutschen Phonoverbände Gerd Gebhardt.

"Finger weg von 'Tauschbörsen'!"

Personen, die besonders viele verbotene Musikangebote verbreiten, wurden von der Deutschen Landesgruppe der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) per Instant Messages gewarnt und aufgeklärt. "Wer Ärger mit uns oder dem Staatsanwalt vermeiden möchte, der darf keine illegalen Musikangebote veröffentlichen. Am besten, Finger weg von 'Tauschbörsen'!", droht Gebhardt.

pro-musicorg.de

Gleichzeitig hat die IFPI die Internetseite pro-musicorg.de veröffentlicht, die jede Menge Informationen rund um Musik im Internet, rechtliche und wirtschaftliche Hintergründe der Musikproduktion und legale Online-Angebote in Deutschland bietet. Weiters informiert die Webseite über legale Online-Dienste für Musik, entkräftet Vorurteile, erläutert urheberrechtliche Fragen und lässt auch Künstler, Produzenten und Händler zu Wort kommen.

Von Musik leben

"Zweck dieser Initiative ist die Diskussion über Online-Angebote von Musik mit Fakten zu bereichern. Künstler und Verwerter können von Musik nur leben, wenn die Musikfreaks auch dafür bezahlen. Wer dies verstanden hat, wird in Zukunft vielleicht kritischer über die vielen illegalen Musikangebote im Internet denken", so Gebhardt.

In .at

Aähnliche Schritt hat auch die ISPI ÖLsterreich ergriffen, hier zu Lande setzt man ebenfalls auf Aufklärung statt Klagen und sendet daher direkte Nachrichten an User von Musiktauschbörsen (Der Webstandard berichtete (pte/red)