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Foto: APA/Mannsberger
Wien - Der österreichische Maler Wolfgang Hutter feiert am Samstag, dem 13. Dezember, seinen 75. Geburtstag. Hutter begründete in den vierziger Jahren gemeinsam mit Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner und Anton Lehmden die Wiener Schule des phantastischen Realismus. Sein künstlerisches Werk umfasst neben der Malerei auch Grafiken sowie Entwürfe für Mosaike, Wandteppiche und Bühnenbilder.

Wolfgang Hutter wurde am 13. Dezember 1928 als Sohn des Malers Albert Paris Gütersloh in Wien geboren. Ab 1944 studierte er in der Klasse seines Vaters an der Akademie der bildenden Künste. 1947 schloss er sich dem von Gustav Beck gegründeten ART CLUB an, wo er gemeinsam mit Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner und Anton Lehmden die Wiener Schule des phantastischen Realismus begründete. Die erste große Ausstellung der phantastischen Realisten fand 1959 im Oberen Belvedere statt. 1966 wurden die Arbeiten der Wiener Schule erstmals in Amerika präsentiert.

Das Werk

Wolfgang Hutter pflegt eine dekorative, von stilllebenartigen Szenarien bestimmte Malerei. Zu seinen Hauptmotiven gehören Frauen und Pflanzen. Im Jahr 1965 entstand der Lithographiezyklus "Tätowierungen", der zu den frühen grafischen Hauptwerken des Künstlers zählt. Seine Bilder waren u.a. bei den Biennalen in Venedig (1950 und 1964), Sao Paolo (1953 und 1963), Tokio (1961) und Florenz (1975) sowie im Rahmen zahlreicher Einzel- und Sammelausstellungen in Europa, Israel, den USA und Japan zu sehen.

Hutters künstlerisches Gesamtwerk umfasst neben Ölbildern und Grafiken auch zahlreiche Bühnenbildentwürfe für die Wiener Staatsoper, die Volksoper, das Theater an der Wien, das Opernhaus Graz und das Theater in der Josefstadt. Eine seiner bekanntesten Arbeiten, der berühmte "Zauberflötenzyklus", entstand 1970. Diese für die Oper entworfenen Bühnenbilder wurden jedoch nie realisiert.

Von 1966 bis 1997 leitete er die Meisterklasse für Malerei an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Neben Einzelausstellungen sind Werke Hutters immer wieder auch in Sammel-Präsentationen zu sehen, zuletzt etwa in "Mythos Art Club - Der Aufbruch nach 1945" in der Kunsthalle Krems. (APA)