Die Kritik am Einsatz von drahtlosen Internet-Anlagen an Salzburgs Volksschulen wies heute, Dienstag, Bürgermeister Heinz Schaden als Schul-Ressortchef zurück. Zu gesundheitlichen Bedenken wegen der permanenten Strahlung meinte er in einer Aussendung, dass die Basisstation gerade eine Leistung von 50 Milliwatt abgebe, was einem Vierzigstel der Leistung eines Handys entspreche. "Angesichts dieser geringen Sendeleistung halte ich die Kritik für verantwortungslose Panikmache."

Handy-Verbot an Schulen

"Wenn es den Kritikern wirklich um die Sache ginge, müssten sie konsequenterweise für ein Handy-Verbot an Schulen eintreten" erklärte der Bürgermeister. Außerdem sei der Einsatz dieser Technologie an allen Schulen im Schulforum diskutiert und beschlossen worden. Gerade in Hinblick auf die Chancengleichheit von Pflichtschul-Abgängern sei eine flächendeckende IT-Ausbildung und -Anwendung im Unterricht von großer Bedeutung.

Bürgerliste (Grüne) und ÖVP hatten zuletzt wegen des drahtlosen Internets an Volksschulen Anfragen an Schaden gerichtet. Neben den gesundheitlichen Bedenken wegen der Strahlung bezeichnete die Bürgerliste die Aktion "pädagogisch falsch". Aufklärungsbedürftig seien auch die Ausschreibung und der Verkauf. Die ÖVP will vor allem wissen, ob der Leiter des städtischen Schulamtes auf Kosten der Firma Apple eine Reise in die USA gemacht hat. (APA)