New York/Nairobi - Eine Menschenrechtsorganisation hat staatliche Gewalt gegen Zivilisten im ölreichen Niger-Delta in Nigeria beklagt. Während der Wahlen im März und April seien mehrere Dutzend Menschen von Sicherheitskräften getötet worden, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht von Human Rights Watch. "Die Bewohner des Niger-Deltas leiden schrecklich darunter, dass sie inmitten des ölreichen Bundesstaates leben", resümiert der Autor Bronwen Manby. "Die Täter werden in den seltensten Fällen vor Gericht gestellt." Im Niger-Delta werden 40 Prozent des nigerianischen Öls produziert. Der Diebstahl von Rohöl durch Bewohner des Deltas bringt schätzungsweise eine Milliarde Dollar jährlich ein. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung in dieser Region lebt unterhalb der Armutsgrenze. (APA/dpa)