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Mehrheit der FranzösInnen ist gegen religiöse Symbole an Schulen.
Foto: Reuters/KRSTANOVIC
Paris - Zwei Drittel der FranzösInnen sind nach einer Umfrage für ein Verbot demonstrativer religiöser Zeichen an öffentlichen Schulen. 69 Prozent sprachen sich nach Angaben des Instituts CSA für eine gesetzliche Neuregelung mit dem Verbot moslemischer Kopftücher, großer christlicher Kreuze oder jüdischer Kippas aus, wie die Tageszeitung "Le Parisien" (Mittwoch-Ausgabe) berichtete. 29 Prozent waren gegen die Neuregelung, die in der vergangenen Woche von einem Weisenrat empfohlen wurde.

Weltanschauliche Unabhängigkeit des Staates betonen

Die ExpertInnenkommission schlug auch vor, am jüdischen Yom-Kippur-Feiertag und zum moslemischen Aid el Kebir (Opferfest) solle es schulfrei geben. Dies wurde in der CSA-Umfrage von 58 Prozent abgelehnt, 40 Prozent sprachen sich dafür aus. Die so genannte Stasi-Kommission, die nach ihrem Vorsitzenden Bernard Stasi benannt ist, hatte ein Bündel von Maßnahmen vorgeschlagen, um die weltanschauliche Unabhängigkeit des Staates zu untermauern.

In den vergangenen Jahren nahm der Anteil moslemischer Mädchen, die mit Kopftüchern zur Schule kamen und die Teilnahme am gemeinsamen Sportunterricht mit Buben ablehnten, deutlich zu. LehrerInnen sahen sich bei Klassenausflügen auch mit der Weigerung moslemischer oder jüdischer SchülerInnen konfrontiert, Kirchengebäude zu besichtigen. (APA)