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Foto: APA/dpa/Ralf Hirschberger
Reno - Wissenschaftler gehen davon aus, dass es eines Tages möglich sein wird ein Tier zu züchten, das Ersatzorgane für individuelle Patienten liefert. Das Injizieren von Knochenmarkzellen in einen Schaffötus erzeugt eine Chimäre, eine Mischung von menschlichen und tierischen Zellen. Wissenschaftler der University of Nevada können sich vorstellen, dass die so gewonnenen Leberzellen später zur Behandlung eines Organversagens eingesetzt werden können. Laut New Scientist ist es weniger wahrscheinlich, dass ganze von den Tieren entnommene Organe vom Körper wieder abgestoßen werden. Die Forscher wollen Abstoßungsreaktionen dadurch umgehen, dass "Stammzellen" aus dem Knochenmark der Patienten einem tierischen Fötus injiziert werden. Diese menschlichen Zellen würden in den wachsenden Fötus integriert und Teile des Gewebes werden. Unter der Leitung von Esmail Zanjani entstanden Chimären mit einem hohen Anteil menschlicher Zellen in einigen Organen. In manchen Fällen waren sieben bis 15 Prozent der Zellen in den Schaflebern menschlich. Diese Zellen sollten bei Transplantationen einsetzbar sein. Zusätzlich entstanden hohe Anteile von menschlichen Herzzellen. Die veränderten Schafe unterscheiden sich äußerlich nicht von anderen Tieren. (pte)