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Der Palmers-Konzern trennt sich wie schon lange erwartet von der Schuhmanufaktur Ludwig Reiter und dem Gerngross Citycenter.

APA/GUENTER R. ARTINGER
Wiener Neudorf/Wien - Der Palmers-Konzern hat nun zwei lange erwartete Schritte in seiner Neuausrichtung gesetzt: Der Hälfteanteil an der Wiener Schuhmanufaktur Ludwig Reiter wurde an die Familie zurückverkauft; das Gerngross Citycenter in der Wiener Mariahilfer Straße 42-48 ging an den deutschen Immobilienfond Deka. Das Unternehmen gehört zur Sparkassen-Finanzgruppe.

Für das Haus Gerngross - intern "G7" genannt - erlöste Palmers 112 Millionen. Die Mittel sollen für den Schuldenabbau beim Rest-Gerngross verwendet werden. Die verbliebenen Objekte sind: das Kaufhaus Steffl in der Kärntnerstraße, das Kaufhaus Herzmansky in der Mariahilfer Straße (neben dem G7, an Peek & Cloppenburg vermietet) sowie das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck. Gerngross handelt nicht mehr selbst, sondern ist nur mehr eine reine Immobilienverwertungsgesellschaft.

Kaufpreis bleibt geheim

Den Kaufpreis für den Reiter-Anteil verschweigen die Geschäftspartner. Der exklusive Schuhhersteller tat sich im Jahr 1998 mit Palmers zusammen, erhoffte Synergien konnten aber nie verwirklicht werden. Die Familie Reiter bestätigte dem STANDARD bereits vor einem halben Jahr ihre Rückkaufabsichten.

Als Nächstes stehen bei Palmers die Verkäufe der Modekette Don Gil, des Nobelkaufhauses Braun am Wiener Graben sowie des Hemdenherstellers Gloriette an. Palmers werde sich "auf das Kerngeschäft konzentrieren", sagt Paul Tanos, Aufsichtsratschef der "Oberholding" P-Beteiligungs-AG.

Die Aufteilung des Konzerns - Wäsche, Immobilien - unter den zerstrittenen Aktionären könnte Mitte Jänner endlich vollzogen werden - Bewertungsfragen sind aber nach wie vor offen. (DER STANDARD Printausgabe, 20.12.2003 szem)