Cambridge - Für Kinder sollen bei Transplantationen in Zukunft weniger schädliche Medikationen zur Verfügung stehen. Wissenschaftler des Addenbrooke's Hospital und der belgischen Cliniques Universitaires Saint-Luc haben nachgewiesen, dass eine erfolgreiche Behandlung ohne Steroide möglich ist. Das Team führte einen Versuch mit anderen Arten von Immunosuppressiva durch. Am Test nahmen 20 Kinder mit Lebertransplantationen teil, die in den Monaten nach der Operation eine modernere Kombination von Medikamenten erhielten. Der Vergleich ihrer Fortschritte mit jenen früherer Patienten, die Steroide erhalten hatten, zeigte laut BBC deutliche Unterschiede. Das Wachstum war im Jahr nach der Transplantation deutlich besser, ebenso der Blutdruck. Entscheidend war jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit einer Organabstoßung um 50 Prozent sank. Der Wissenschaftler Raymond Reding erklärte, dass kein nachteiliger Effekt des Verzichts auf Steroide auf die Akzeptanz des Transplantats nachgewiesen werden konnte. "Diese Ergebnisse müssen durch weitere Studien noch bestätigt werden." Die Ergebnisse der Studie wurden in "The Lancet" veröffentlicht. (pte)