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Foto: EPA/PRESIDENTIAL PRESS SERVICE
Moskau - Der US-Sonderbeauftragte James Baker hat seine Verhandlungen mit der russischen Führung über einen Schuldenerlass für den Irak am Freitag abgeschlossen und Moskau in Richtung Washington verlassen. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte nach Angaben seines Pressedienstes zu, den Irak teilweise von seiner Schuldenlast zu befreien. Bei den Verhandlungen über die Altschuldenfrage müsse unter Einhaltung der internationalen Regelungen im Pariser Club der Gläubigerstaaten den wirtschaftlichen Interessen Russlands und der russischen Unternehmen im Irak Rechnung getragen werden, hieß es in der Erklärung.

Zuvor hatte Baker auf seiner Blitztournee durch Europa Zusagen zur Schuldenerleichterung auch von Deutschland, Italien, Großbritannien und Frankreich erreicht. In der kommenden Woche wird Baker in Japan erwartet.

Eine einvernehmliche Verringerung der Schulden ist nach Einschätzung des Pariser Clubs noch vor Ende 2004 möglich. Voraussetzung sei allerdings die Bildung einer international anerkannten Regierung im Irak. Außerdem müsse eine Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) abgewartet werden. Insgesamt belaufen sich die irakischen Schulden gegenüber den 19 Mitgliedern des Pariser Clubs, unter ihnen die großen westlichen Staaten und Russland, auf rund 21 Milliarden Dollar. Einschließlich der Zinsen, die seit dem 1990 verhängten UN-Embargo hinzukamen, würden sie sich auf rund 40 Milliarden Dollar summieren. Das sind etwa ein Drittel der gesamten irakischen Auslandsschulden. (APA/VWD)