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Wien - SP-Kultursprecherin Christine Muttonen übte harsche Kritik an der Übernahme des Residenz Verlages durch das Niederösterreichische Pressehaus. Der "überfallsartige Verkauf" sei "ein kulturpolitischer Skandal, den die Regierung zu verantworten" habe. Muttonen stößt sich daran, dass der künftig höchste Eigentümervertreter des Literaturverlages der St. Pöltner Bischof Kurt Krenn ist: "Die Kulturschaffenden müssen sich zu Recht fragen, welche Freiräume sie in Zukunft haben werden." Die Politikerin sieht sich in ihrer ablehnenden Haltung zur Privatisierung des ÖBV samt den Publikumsverlagen Deuticke, Residenz und Brandstätter (Verkauf an die Klett-Gruppe) bestätigt: "Hier wurde Familiensilber verschleudert, es ist irreparabler Schaden an österreichischen Kulturgütern entstanden. Gleichzeitig werden die Interessen der Autoren auf dem Altar der Privatisierung geopfert." (trenk/ DER STANDARD, Printausgabe, 22.12.2003)