Neu-Delhi - Nach einem achtjährigen Leidensweg in Indien sind einer pakistanischen Mutter und ihrer Tochter die Rückkehr in die Heimat erlaubt worden. Ihr Anwalt sagte am Samstag, Shahnaz Parveen und ihre Tochter Mobin hätten am Vortag die Grenze nach Pakistan passieren dürfen.

Parveen war vor acht Jahren an einem Flussufer im indischen Teil Kaschmirs angespült worden, nachdem sie versucht hatte, sich das Leben zu nehmen. In Indien wurde die Frau wegen illegalen Grenzübertritts festgenommen und im Gefängnis von einem Wärter vergewaltigt. Daraus entstand ihre Tochter Mobin.

Der Anwalt von Parveen erklärte gegenüber den Medien, seine Klientin wollte sich das Leben nehmen, weil sie von ihrem Mann bedroht und der "Unfruchtbarkeit" beschuldigt wurde. Der Prozess gegen ihren per DNA-Analyse identifizierten Vergewaltiger ist bis heute nicht abgeschlossen.

Politische Entscheidung

Das Schicksal der Frau hatte in Indien und Pakistan Schlagzeilen gemacht. Der Anwalt führte die späte Rückkehr Parveens und ihrer Tochter, deren indische Staatsbürgerschaft Probleme bereitete, auf den Friedensprozess zwischen Indien und Pakistan zurück. (APA/red)