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Ahmed Maher, sieht im Zusammenhang mit dem Angriff auf seine Person, keine verbreitete Feindseligkeit der Palästinenser gegenüber seinem Land.

Foto: APA/EPA/Khaled El-Fiqi
Der Angriff auf den ägyptischen Außenminister in Ostjerusalem ging glimpflich aus, Hoffnungen auf einen Waffenstillstand, um den sich Ägypten bemüht, gibt es kaum.

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Gaza/Jerusalem/Kairo - Der ägyptische Außenminister Ahmed Maher ist noch in der Nacht auf Dienstag nach Kairo zurückgekehrt, nachdem er am Montag in Ostjerusalem von Palästinensern tätlich angegriffen worden war. Maher war bei einem Besuch der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg von aufgebrachten Palästinensern unter anderem mit Schuhen beworfen worden. Sieben Verdächtige wurden festgenommen.

Es war der erste Besuch eines ägyptischen Außenministers in Israel seit zwei Jahren gewesen, Maher hatte Palästinenserpräsident Yassir Arafat dabei keinen Besuch abgestattet, was von palästinensischer Seite kritisiert wurde, ebenso, dass Ägyptens Präsident Hosni Mubarak ein Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon in Aussicht gestellt hatte.

Maher sieht jedoch keine verbreitete Feindseligkeit der Palästinenser gegenüber seinem Land. Nach Angaben der Kairoer Zeitung al-Ahram vom Dienstag beschrieb Maher den Angriff als "eine Dummheit, die nicht die Gefühle des palästinensischen Volkes gegenüber Ägypten und seinem Präsidenten widerspiegelt". Er werde sich nicht davon abbringen lassen, sich weiter um eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zu bemühen. Das Büro von Präsident Hosni Mubarak hatte am Montagabend in Kairo erklärt, es bedaure zutiefst den "Angriff einer Gruppe unverantwortlicher Palästinenser". (dpa, AFP, AP, Reuters/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24./25./26.12.2003)