Madrid - Die baskische Untergrundorganisation ETA hat am Heiligen Abend insgesamt drei Bombenanschläge in Spanien geplant. Abgesehen von dem vereitelten Attentat mit 50 Kilogramm Dynamit auf den Madrider Bahnhof Chamartin wollten die Terroristen am Mittwoch zwei weitere Sprengsätze an Bahnstrecken zünden, wie der Rundfunk am Donnerstag berichtete. Eine der Bomben sei wegen einer fehlerhaften Zeitschaltuhr bereits am Dienstag auf der Trasse nahe Saragossa explodiert und habe nur Sachschaden angerichtet.

Weiterer Sprengsatz

Südöstlich davon bei Alcaniz entdeckte die Polizei nach der Vernehmung der beiden am Mittwoch gefassten mutmaßlichen Terroristen einen weiteren Sprengsatz, der entschärft werden konnte, wie der Fernsehsender Telecinco berichtete. Die ETA habe damit versucht, das Land über Weihnachten in Panik zu versetzen, hieß es.

Der Anschlag auf den Chamartin-Bahnhof, den zweitgrößten Madrids, hätte nach Angaben von Innenminister Angel Acebes ein Massaker angerichtet. Nach der Festnahme der Beinahe-Attentäter hatte die Polizei in einem vollbesetzten Intercity-Zug einen Koffer mit 25 Kilogramm Sprengstoff entdeckt und entschärft. Die zweite Bombe mit der gleichen Menge Dynamit fanden die Beamten bei einem der Festgenommenen. Beide Sprengsätze sollten gegen 16.00 Uhr, rund 40 Minuten nach der Ankunft, in dem in Madrid endenden Zug explodieren. In dem Bahnhof herrschte zu dieser Zeit am Heiligen Abend Hochbetrieb. (APA/dpa)