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Innenminister Strasser will Jugendliche "vor Kriminalität und Gefährdungen im Drogenbereich schützen"

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Wien - Innenminister Strasser (V) denkt einen verstärkten Einsatz von Video-Überwachungen auf öffentlichen Plätzen an. Konkret will er im Sicherheitspolizeigesetz eine Klärung, wie man mit diesem Instrument umgehen kann. Man müsse nachdenken, was an rechtlichen Voraussetzungen und organisatorischen Einsatzmöglichkeiten nötig sei, um vor allem Junge vor Kriminalität und Gefährdungen im Drogenbereich besser schützen zu können, meinte Strasser.

Vorstellbar sind für den Innenminister, ähnliche Befugnisse wie bei der Telefon-Überwachung einzuführen. Es könne nicht so sein, dass man Jugendliche in besonders gefährdeten Bereichen wie vor Schulen und bestimmten Veranstaltungsstätten schutzlos den Drogendealern ausliefere.

Innenminister optimistisch

Insgesamt ist Strasser überzeugt, im neuen Jahr die zuletzt gestiegene Kriminalität effektiv bekämpfen zu können. Immerhin gebe es 2004 nicht weniger als 770 Neuaufnahmen in der Exekutive. Mitte des Jahres werde man einen höheren Personalstand haben als jetzt. Damit werde man das einzige Ressort sein, das über mehr Beamten verfüge als 2003.

Erfreulich ist für Strasser auch, dass viele Zollbeamte sofort einsetzbar sein werden - einerseits im Grenzschutz, andererseits hätten viele von ihnen eine fundierte kriminaltechnische und -organisatorische Aubildung und würden daher "rasch voll zur Verfügung stehen". Dass sich deutlich mehr als die vereinbarten 1.030 Beamten für den Wechsel vom Finanz- ins Innenressort entschieden haben, freut den Minister zwar. Ändern wird es freilich wenig. Er gehe davon aus, dass der Finanzminister auf der ursprünglichen Vereinbarung bestehen werde.

Zu seiner persönlichen Zukunft hält sich Strasser bedeckt. Auf die Frage, ob er die gesamte Amtsperiode als Innenminister durchdienen will, meint er, die beiden Großprojekte Fusion von Polizei und Gendarmerie bzw. Asylgesetz noch gerne umsetzen zu wollen: "Das wird noch einige Zeit dauern". (APA)