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"Wir waren immer der Ansicht: Wenn es nicht sicher ist zu fliegen, dann fliegen wir eben nicht", meinte die BA-Sprecherin.

Foto: Reuters/MELVILLE
London - Britische Piloten wollen keine bewaffneten Flugbegleiter, so genannte Sky Marshals, in ihren Maschinen. Die Pilotengewerkschaft Balpa äußerte am Montag ihre Besorgnis, nachdem die britische Regierung am Vortag den Einsatz von Sky Marshals angekündigt hatte. Diese sollen als gewöhnliche Passagiere gekleidet bereits von dieser Woche an auf Transatlantikflügen zum Schutz gegen Terroristen eingesetzt werden.

Balpa empfahl Piloten, die keine Waffen an Bord haben wollen, nicht zu fliegen. "Wir glauben, dass damit mehr Schaden angerichtet wird als dass es etwas nützt. Wir wollen keine Waffen in den Flugzeugen", sagte Balpa-Generalsekretär Jim McAuslan.

"Wenn es nicht sicher ist zu fliegen, dann fliegen wir eben nicht"

In diesem Sinn äußerte sich auch eine Sprecherin der Fluggesellschaft British Airways. Die Sicherheitsmaßnahmen müssten am Boden greifen und nicht erst in der Luft. "Wir waren immer der Ansicht: Wenn es nicht sicher ist zu fliegen, dann fliegen wir eben nicht", sagte die Sprecherin.

Die Maßnahme ist nach Angaben der Regierung eine Reaktion auf erhöhte Terror-Alarmstufen in den USA. "Es ist unbedingt notwendig, dass wir alle vernünftigen Schritte unternehmen, um terroristische Aktivitäten zu unterbinden", sagte Verkehrsminister Alistair Darling. Der Flugkapitän werde unterrichtet, wenn ein Sky Marshal an Bord sei. Diese Sicherheitskräfte mit polizeilichem oder militärischem Hintergrund seien "die letzte Verteidigungslinie".(APA/dpa)