Wien - Die wirtschaftliche Hungerstrecke dürfte zu Ende sein, die Zeichen deuten nach oben. "Die Konjunktur wird besser", sagte Harald Heidegger, Co-Gesellschafter der Beratungsfirma Trust & Value, im S TANDARD -Gespräch.

"Produktivitätsberatung, wie wir sie machen, ist ein antizyklisches Geschäft. Das ist auch das einzige Segment in der Beratung, das in den vergangenen zwei, drei Jahren um 30 bis 40 Prozent gewachsen ist. Nun müssen auch wir um Aufträge kämpfen," sagte Heidegger. Das sei ein guter Indikator dafür, dass die Wirtschaft wieder Tritt gefasst hat.

Mit dem Know-how, das sich die knapp 30 Mitarbeiter von Trust & Value angeeignet haben, versuche man nun vor allem im Mittelstand zu reüssieren. Als kleines Unternehmen sei man auch von der Kostenstruktur her flexibler.

Versteckte Reserven

Versteckte Produktivitätsreserven sieht Heidegger in den Schnittstellen zwischen den einzelnen Abteilungen. "Da gibt es häufig Doppelgleisigkeiten". Die Bestandsaufnahmen dauert in der Regel zwei, drei Tage. Um die Schwachstellen zu lokalisieren, werden die Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit begleitet. Eine Beratung kostet je nach Projektumfang zwischen 100.000 und 700.000 Euro.

Nicht jeder Auftrag werde akzeptiert. Heidegger: "Die Verbesserungen müssen zu den Beratungskosten in einem Verhältnis von 3 : 1 stehen, sonst fangen wir gar nicht an." (Günther Strobl, DER STANDARD, Printausgabe, 14.1.2004)BR>