Foto: NASA/MODIS
La Paz - Der höchstgelegene See der Welt droht überzugehen. Durch den heftigen Regen der vergangenen Wochen sei zu befürchten, dass der knapp 8.300 Quadratkilometer große Titicacasee an der Grenze zwischen Peru und Bolivien dutzende Dörfer überschwemme, teilte der bolivianische Landwirtschaftsminister Jose Cortes am Dienstag mit. Bereits im März vergangenen Jahres war der See in knapp 4.000 Metern Höhe über die Ufer getreten und hatte schwere Schäden angerichtet. Durch Überschwemmungen kamen in den vergangenen vier Wochen in Bolivien bereits etwa achtzig Menschen ums Leben. Insgesamt münden etwa 25 Flüsse in den Titicacasee, die alle im Altiplano der Anden entspringen. Dagegen verfügt der See nur über einen Abfluss. 95 Prozent des aufgenommenen Wassers verliert er durch Verdunstung. Im See liegen 41 Inseln, von denen viele bewohnt sind. Das Fischervolk der Uros lebt noch immer auf aus Schilf gebauten künstlichen Inseln. (APA/red)