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Foto: APA/TU Wien
Wien - In Wien wiegen sich in der Ballsaison selbst blecherne Gesellen im Dreivierteltakt. Die Roboter-Fußballer der Technischen Universität (TU) Wien haben ein neues Betätigungsfeld gefunden: Die 13,55 mal 10,16 Zentimeter langen Würfel eröffnen am Donnerstag (29. Jänner) mit dem Jungdamen- und Jungherrenkomitee den Ball der Technik in der Wiener Hofburg - getanzt wird dabei ein Walzer von Schostakowitsch.

Gesteuert werden die kleinen Roboter nicht von Joystick- oder Mausakrobaten: Die High-Tech-Tänzer werden von einem Computer vielmehr autonom "dirigiert". In einer Aussendung skizzierte Univ.-Prof. Peter Kopacek vom Institut für Handhabungsgeräte und Robotertechnik an der TU augenzwinkernd seine Vision von Bällen der Zukunft: "Im Jahr 2015 werden zweibeinige Roboter den Ball der Technik eröffnen." Sein Rektor Peter Skalicky wollte dem nicht folgen: "Die werden bei der Damenwahl keine Partner finden."

Die Roboter an der TU Wien haben - abseits der Ballsaison - vor allem mit runden Bällen zu tun: Im Vorjahr errangen sie bei der Roboter-Fußball-WM in Wien zwei zweite Plätze. Die Robo-Fußballer sind ein Anwendungsbeispiel für so genannte "Multi-Agenten-Systeme" (MAS), intelligente Roboter, die kooperativ und koordiniert zusammenarbeiten, um eine Aufgabe gemeinsam zu lösen - in Zukunft etwa das Zusammenbauen eines Autos oder das Aufspüren oder Entschärfen von Minen. Dabei müssen sie aber in der Lage sein, autonom zu agieren, um untereinander kommunizieren zu können.(APA)