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Die schönsten und besten Yoga-Retreats hat Angelika Taschen in einem prachtvollen Bildband versammelt. Dass das Inhaltsverzeichnis einerseits nach geografischen Kriterien, andererseits nach Art der Yoga-Praxis geordnet ist, macht Sinn - allzu leicht könnte man sich sonst in dem 320 Seiten starken Wälzer verlieren und zu völlig unyogischer Hast und Hitzköpfigkeit tendieren. Also alles schön der Reihe nach: Das Buch unterscheidet "Hotels, Resorts & Spas", also Orte für Einsteiger, die im Urlaub einmal in eine Yoga-Stunde schnuppern wollen, "Yoga Retreats", in denen Yoga im Mittelpunkt steht, "Healing & Study Retreats", die sich vor allem an Fortgeschrittene und Yoga-Lehrende richten, sowie "Ashrams", in denen es sicher mehr um eine Art Klausur als um Urlaub geht.

Prachtvoll anzusehen sind sie allesamt. Ein Landgut aus dem 17. Jahrhundert ist das In Sabina nördlich von Rom, bei dem auf einem mitten im Grünen errichteten Yoga-Deck geübt wird. Dass sich ernsthaftes Üben mit Komfort und gutem Geschmack verbinden lässt, beweist das Ulpotha in den Galgiriyawa-Bergen auf Sri Lanka. Eine Art Yoga-Universität ist hingegen das Kripalu Center in Berkshires (USA). Mehr als 10.000 Gäste kommen jährlich in den Backsteinkomplex aus den 50er-Jahren, hier unterrichten die Besten.

Die Texte von Kristin Rübesamen vermitteln knapp und kompetent Infos zu Anreise, Ausstattung, Küche, Art des Yoga-Unterrichts und Gastlehrern für jene, die nicht nur gustieren, sondern sich bald auf die Reise machen wollen. (tapa/Der Standard/rondo/27/11/2009)