Frage:

Worum handelt es sich beim Bologna-Prozess?

Antwort:

Es gab fünf Etappen, von der Lissabon-Konvention 1997 bis hin zu der Ministerkonferenz in Berlin 2003. Der Höhepunkt dieses Prozesses war die Bologna-Erklärung im Jahre 1999. Diese ist eine freie Annäherung 29 europäischer Minister im Hochschulbereich. Die nächste Folgekonferenz findet in Norwegen im Jahr 2005 statt. Bis 2010 sollen die Zielsetzungen erreicht werden.

Frage:

Welche Ziele werden verfolgt?

Antwort:

Es sollen leicht verständliche und vergleichbare Abschlüsse eingeführt werden, ebenso der Diplomzusatz "Diploma Supplement". Ein zweistufiges System - in Österreich Bakkalaureat und Master - soll garantieren, dass Studenten nach dem ersten Zyklus für den europäischen Arbeitsmarkt relevante Qualifikationen erreicht haben. Die Implementierung eines europaweiten Leistungspunktesystem - ähnlich dem ECTS - soll die Mobilität der Studenten fördern. 2010 sollen 50 Prozent der Absolventen ein Auslandssemester absolviert haben.

Frage:

Wie agieren die Beitrittsstaaten?



Antwort: Die verfügbaren Länderberichte zeugen von einer bereits fortgeschrittenen Umsetzung der Ziele. Der Großteil dieser Staaten hat beispielsweise das Leistungspunktesystem flächendeckend implementiert.

Frage:

Was verändert sich an Österreichs Unis?



Antwort: Das Bakkalaureat und der Master wurden im Jahr 2000/01 eingeführt. Bis 2006 sollten mindestens 50 Prozent aller Studienrichtungen mit Bachelor und Master abschließen. Zur Begleitung der Umsetzung wurden eine Bologna-Follow-up-Kontaktstelle sowie ein Bologna-Beauftragter an jeder Universität eingerichtet. (lou, kiss)

Mehr Infos: www.bologna.at