Der Nasdaq-100-Index zeigt sich schon seit geraumer Zeit von seiner schwachen Seite. Ende Februar konnte selbst der mittelfristige Aufwärtstrendkanal nicht mehr für den nötigen Rückhalt sorgen. In der Folge kam es zu einer ausgeprägten Korrektur. Ist nun mit weiteren Rückschlägen zu rechnen oder erweist sich die Erholung der vergangenen Tage als nachhaltig?

Korrekturtief bereits erreicht

Einiges spricht dafür, dass das Korrekturtief bei 1370 Punkten bereits erreicht ist. Dort liegt nämlich nicht nur das Ausbruchskursziel aus dem mittelfristigen Aufwärtstrendkanal sondern auch eine wichtige Unterstützungszone. Vor allem aber hat der Index ein deutliches Umkehrsignal in Form eines Island Bottom generiert.

Widerstand bei 1450 erschwert Aufstieg

Andererseits bereitet derzeit der wichtige Widerstand bei 1454 Punkten noch Schwierigkeiten. Ein Anstieg über diese Hürde, würde zunächst Potenzial bis 1520 bzw. 1550 Punkte freigeben. Dieses Szenario kann allerdings erst dann eintreten, wenn der kurzfristige Abwärtstrendkanal gebrochen wird. Die obere Begrenzungslinie dieses Kanals droht, den Index erneut in die Unterstützungszone zwischen 1350 und 1370 Punkten zu drücken. Findet der Nasdaq trotz der guten Absicherung dort keinen Halt, ist zunächst ein Rückgang bis 1300 Punkte zu erwarten.

Indikatoren wieder bullisher

Die Indikatoren haben auf den Kursanstieg der vergangenen Tage bereits reagiert. Der MACD ist wieder long und auch das Directional Movement System könnte bald ein Kaufsignal generieren. Die Stochastik ist jedoch schon überkauft und verdeutlicht somit, dass wieder ein gewisses Korrekturpotenzial besteht.

Strategie

Bei Überwinden des Widerstands, könnte man eine spekulative Long-Position mit Ziel 1520 bis 1550 Punkte eröffnen. Kommt es erneut zu Rückschlägen, ist ein Einstieg im Bereich von 1350 bis 1370 Punkten überlegenswert. Für diesen Trade eignet sich besser 1500 als Zielwert. Verlustbegrenzungen sollten knapp unter den jeweiligen Unterstützungen eingezogen werden. (Wolfgang Weinmann)