Innsbruck - Der Entwurf des endgültigen Organisationsplanes des Rektorates der Universität Innsbruck ist am Donnerstag veröffentlicht worden. Er sieht die Errichtung eines Zentrums für Sportwissenschaften und eine Neuordnung der Fachbereiche an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät vor. Die Beschlussfassung durch den Unirat könnte bereits im Juni erfolgen. Mit Anfang 2005 soll der Organisationsplan umgesetzt werden.

Aus der bisherigen Geisteswissenschaftlichen Fakultät sollen drei neue Fakultäten für Erziehungswissenschaft und Zwischenmenschliche Kommunikation, für Historisch-Kulturwissenschaftliche und für Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fächer entstehen. Die Sportwissenschaften der ursprünglich geplanten Fakultät für Grundwissenschaften werden ein eigenes Zentrum. Sie bilden mit dem Zentrum für Lehramtsausbildung, Lehrerbildung und Schulforschung zwei neue interfakultäre Organisationseinheiten.

Rektor mit Neustrukturierung zufrieden

"Es wurde in einem offenen Dialog mit allen Beteiligten in den letzten Wochen intensiv an der Entwicklung des Organisationsplanes gearbeitet. Das Ergebnis sind fünfzehn leistungsfähige, homogene Fakultäten, die das solide Fundament unserer Universität bilden werden", erklärte Rektor Manfried Gantner in einer Aussendung. Die neue Uni-Struktur werde keine erheblichen Mehrkosten verursachen. Sie sorge für mehr Transparenz und klare Kompetenzverteilungen an der Universität.

Mitspracherechte sollen ausgebaut werden

Außerdem sollen die Mitspracherechte weiter ausgebaut werden: Geplant waren verpflichtende Beiräte für alle Organisationseinheiten in Forschung und Lehre (z.B. Fakultätsräte). Sie sollen sich aus Professoren, Assistenten, Studierenden und einem Vertreter der allgemeinen Bediensteten zusammensetzen.

Die Kompetenzen der Dekane werden erweitert. Die Subeinheiten einer Fakultät sollen auf Vorschlag des Dekans nach Anhörung des Fakultätsrates errichtet werden. Für die Planung und Durchführung des Lehr- und Prüfungsbetriebes werden Universitätslehrer vor Ort - so genannte Fakultätsstudienleiter - vom Rektorat bevollmächtigt. Sie treten an die Stelle der bisherigen Studiendekane. (APA)