San Diego - In Gerichtsklage wirft der amerikanische Musikserver MP3.com der amerikanischen Musikindustrie unlautere Geschäftspraktiken vor. Damit eskaliert der Konflikt zwischen MP3.com und der Recording Industries Associations of America (RIAA) . Die RIAA hatte den Musikserver Ende Jänner wegen Urheberrechtsverletzungen geklagt. In der jetzigen Gegenklage gegen die RIAA und deren Präsidentin Hillary Rosen beschuldigt MP3.com, dass die RIAA "konzertierte und zielgerichtete Bemühungen unternommen habe, um die Geschäftsaktivitäten zu behindern und den Geschäftswert von MP3.com zu verringern." Der Konflikt zwischen dem Anbieter und der RIAA entzündete sich am instant-listening und beam-it-service , die es Kunden von MP3.com ermöglichen, bestellte CDs sofort über Internet abzuhören beziehungsweise die eigene Musiksammlung jederzeit über Internet verfügbar zu machen. Für die RIAA fällt dies aber bereits unter piracy und verlangt daher Lizenzgebühren für alle Titel, die auf MP3.com Servern gespeichert sind. "MP3.com verwendet Musik, für die sie weder die notwendigen Rechte besitzen noch lizenziert sind." Dagegen ruft Michael Robertson, Chef von MP3.com zum Widerstand auf und erklärt: "Wir können die schikanösen Maßnahmen dieser nicht-profitorientierten Industrievereinigung nicht länger hinnehmen."(pte/heise)