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Die durchaus erträgliche Leichtigkeit des Seins: Jerome Rothen und der AS Monaco werden mit guten Finalchancen zum Rückspiel nach London reisen.

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Auch der gut besuchte Fürsten-Block im Stadion Louis II stand quasi Kopf: die Prinzen Rainier und Albert spenden ihrem Team Applaus.

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Auch der unglücklich agierende Schiedsrichter Urs Meier konnte den Sieg Monacos nicht verhindern.

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Am Ende waren die "Chelski"-Jungs ordentlich bedient.

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Monaco - Im ersten Semifinal-Hinspiel der Fußball-Champions League kam AS Monaco am Dienstagabend gegen Chelsea zu einem 3:1 (1:1)-Heimsieg. Dado Prso hatte die Gastgeber vor 18.500 Zuschauern im ausverkauften Stade Louis II in der 17. Minute in Führung gebracht, aber Hernan Crespo traf nur fünf Minuten später zum Ausgleich für die "Blues". Nach dem Wechsel mussten die Hausherren nach einer harten Roten Karte für Andreas Zikos (53./Tätlichkeit) fast die ganze zweite Spielhälfte mit zehn Mann auskommen, doch Fernando Morientes (77.) und dem eingewechselten Shabani Nonda (83.) gelangen in numerischer Unterlegenheit noch zwei Treffer für Monaco.

Beide Teams hatten im Viertelfinale für Riesenüberraschungen gesorgt: Monaco hatte das Star-Ensemble von Real Madrid aus dem Bewerb geworfen und Chelsea war im Londoner Stadtderby gegen Arsenal erfolgreich geblieben. Das Selbstvertrauen war den Favoriten-Killern auch anzusehen, es ging ständig nach vorne. Vorerst war ein Schuss von Ex-Real-Publikumsliebling Morientes noch abgeblockt worden (11. Minuten), aber in der 17. Minute brachte Dado Prso die Hausherren mit 1:0 in Front: Eine Freistoß-Hereingabe des starken Rothen war unbehelligt durch den Strafraum gesegelt und der Kopfball des Kroaten passte genau.

Fehlerhafter Schiedsrichter

Nur fünf Minuten später aber traf Chelsea zum Ausgleich, dem allerdings der Makel einer Abseits-Stellung anhaftete. Gudjonsen spitzelte den Ball zu Crespo und der Argentinier konnte sich die Ecke aussuchen. Bis zur Pause passierte anschließend nur mehr wenig, aber nach dem Wechsel überschlugen sich die Ereignisse: Zunächst übersah der Schweizer Schiesrichter Urs Meier einen Ellbogenschlag von Desailly gegen Morientes, wenig später rettete ausgerechnet Desailly nach Morientes-Schuss vor der Linie.

Dann stand Meier, der am Sonntag in Wien den Schlager Austria - GAK leiten wird, ein weiteres Mal im Mittelpunkt: Nach einer Kontroverse zwischen Zikos und Makelele entschied er auf Rot für Zikos, zeigte Makelele allerdings nur die Gelbe Karte. Mit einem Mann mehr fand Chelsea durch Gudjohnsen (57.) und den eingewechselten Hasselbaink (77.) nur zwei Chancen vor, besser machten es die Hausherren. Zunächst jagte Morientes den Ball ins Kreuzeck (77.), anschließend spitzelte der eingewechselte Nonda den Ball nach Rothen-Vorlage (83.) mit seiner ersten Ballberührung in Netz. Chelsea-Keeper Ambrosio machte da keine gute Figur.

Monaco beeindruckte besonders in Halbzeit zwei, als das Team in Unterzahl das Spiel entschied. Chelsea hingegen verlor zunehmend die Linie, wozu auch drei von Trainer Ranieri vorgenommene Auswechslungen beigetragen haben mögen. Die von ihm intendierte Verstärkung der Offensive (Hasselbaink statt Melchiot) nach dem Ausschluss von Zikos ging nach hinten los. Das Rückspiel steht am 5. Mai an der Stamford Bridge auf dem Programm. (APA/red)

  • AS Monaco - Chelsea FC 3:1 (1:1). Stade Louis II, 18.500 (ausverkauft), Urs Meier (SUI).

    Torfolge: 1:0 (17.) Prso
    1:1 (22.) Crespo
    2:1 (77.) Morientes
    3:1 (83.) Nonda

    AS Monaco: Roma - Ibarra, Rodriguez, Givet, Evra - Bernardi, Giuly (83. Nonda), Zikos, Rothen (89. Plasil) - Morientes, Prso (57. E. Cisse)

    Chelsea FC: Ambrosio - Melchiot (62. Hasselbaink), Desailly, Terry, Bridge - Parker (69. Huth), Lampard, Makelele, Grönkjaer (46. Veron) - Crespo, Gudjohnsen

    Rote Karte: Zikos (53./Tätlichkeit)
    Gelbe Karten: Ibarra bzw. Melchiot, Makelele (im nächsten Spiel gesperrt), Terry