Der arabische Fernseh-Nachrichtensender Al Jazeera hat den US-Medien vorgeworfen, "nicht professionell" zu arbeiten. "Sie sind patriotisch und sind weder objektiv noch unparteiisch", sagte der stellvertretende Chefredakteur des im Golf-Emirat Katar etablierten Senders, Said el Shouli, der Pariser Zeitung "France-Soir". "Während des ersten Golfkriegs hat CNN die Information 'gemacht', und man wusste nicht alles, was vorging. Heute stört unsere Präsenz, und man versucht uns deswegen zu diskreditieren."

Kritik an der Verbreitung von Al Kaida-Mitteilungen

Dem vom Emir von Katar finanzierten arabischen Sender wird vorgeworfen, den islamischen Extremismus durch Verbreitung von Mitteilungen von Al Kaida zu fördern. Dazu sagte Shouli: "Wir wollen die ganze Wahrheit zeigen und nicht nur einen einzelnen Aspekt der Sache." "Vor dem 11. September (2001) haben sie (die Amerikaner) sich gefreut, ein freies arabisches Medium zu sehen, sicherlich weil sie dachten, ihre Sicht der Dinge dank uns verbreiten zu können. Heute kritisieren die Amerikaner dieselbe Ausdrucksfreiheit, weil wir sie daran hindern, ihre Lügen zu erzählen." (APA/dpa)