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Der zur RTL-Gruppe gehörende deutsche Privatsender Vox wird auch künftig auf Lizenzserien setzen. Eigenproduktionen werde es im Fictionbereich weiterhin nicht geben, sagte Geschäftsführerin Anke Schäferkordt am Donnerstagabend in Hamburg. Deutsche Serien zu produzieren sei zwar finanziell machbar, würde aber nicht zum Sender passen, sagte sie. Diese Aufgabe bleibe den großen Sendern wie RTL oder Sat.1 vorbehalten.

In diesem Jahr werde Vox noch zwei US-Serien starten, die beim amerikanischen Publikum hohe Popularität genießen. Am 11. Mai beginnt die Familienserie "Six feet under - Gestorben wird immer" (voraussichtlich ab Herbst im ORF). Darin geht es um eine Bestatterfamilie, die sich von Folge zu Folge mit der Beerdigung von Mitbürgern zu beschäftigen hat, die unter merkwürdigen Umständen ums Leben gekommen sind. Vox will zwei Staffeln zeigen und hat die Option auf zwei weitere Staffeln.

Im Spätsommer komme dann die US-Serie "Law and Order - Criminal Intent" (bereits im ORF zu sehen), wie Schäferkordt sagte. Probleme in der Spielfilmversorgung erwartet die Geschäftsführerin nicht, obgleich ein größeres Filmpaket vom US-Produzenten Warner Bros. vor wenigen Wochen nicht an den Muttersender RTL, sondern an den Münchner Filmhändler Herbert Kloiber ging. Vox werde sich daher selbstständig am Markt orientieren, hieß es. (APA/dpa)