Die Universität Wien hat vergangene Woche ihren langjährigen Senatsvorsitzenden Jörg Hoyer (62) mit der höchsten akademischen Auszeichnung geehrt. Der Neurophysiologe wurde zum Ehrensenator der Hochschule ernannt. Hoyer habe sich "in ganz besonderer Weise um die Universität Wien und um die Förderung ihrer wissenschaftlichen und kulturellen Aufgaben verdient gemacht", hieß es in einer entsprechenden Aussendung.

Hoyer promovierte 1971 zum Doktor der gesamten Heilkunde. Seine Tätigkeit in Forschung und Lehre führte ihn seit seiner Zeit als Assistenzarzt am Institut für allgemeine und vergleichende Physiologie an zahlreiche Einheiten der Medizinischen Fakultät der Universität Wien und beinhaltete auch Auslandsaufenthalte unter anderem am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main. Von 1993 bis 1998 war der Wiener provisorischer Vorstand des Instituts für Neurophysiologie. In seinem unmittelbaren wissenschaftlichen Fachbereich hat sich Hoyer vor allen Dingen für die Schaffung des Instituts für Hirnforschung eingesetzt.

1997 bis 2003 war Hoyer schließlich Vorsitzender des Senats der Uni Wien. Im Zuge der Diskussion um die umstrittene Universitätsreform hat sich Hoyer wiederholt gegen die Ausgliederung der Medizinischen Fakultät aus der Universität Wien ausgesprochen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26. 4. 2004)