Wien - Zum dritten Mal wurden im Liechtenstein Museum die OscARTs verliehen. Für "ihre Verdienste um die Präsentation der Fürstlichen Sammlungen" wurde Fürst Hans-Adam II. und Fürstin Marie von und zu Liechtenstein ausgezeichnet. Weitere Preisträger aus den Bereichen Kunsthandel, Galerien, Museen und Publizistik sind Herbert Asenbaum, Peter Baum, Helmut A. Gansterer, Ursula Krinzinger und die Projektgruppe zum 100. Geburtstag der Wiener Werkstätte.

Für "besondere Verdienste um die Präsentation der Fürstlichen Sammlungen im Liechtenstein Museum" wurde Fürst Hans Adam II. und Fürstin Marie von und zu Liechtenstein mit dem OscART ausgezeichnet. "Diese beispiellose Initiative, die sich in der kompromisslosen Pflege und sukzessiven Erweiterung der Privatsammlung durch das Fürstenpaar manifestiert, hat sowohl dem internationalen als auch dem österreichischen Kunsthandel bedeutende Impulse gegeben", heißt es in der Begründung. Als Laudatorin fungierte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V).

Weitere Preisträger

Als "Doyen des österreichischen Kunsthandels" gilt der "für besondere Verdienste um den Kunsthandel im Bereich klassischer Kunsthandel" ausgezeichnete Herbert Asenbaum, dessen Laudatio Hermann Filitz hielt. Peter Baum wurde von Hermann Nitsch gewürdigt, und erhielt den OscART für seine Karriere als "Kurator, Museumsdirektor und Kunstvermittler, die in der glanzvollen Eröffnung des neuen Lentos Kunstmuseum Linz gipfelte".

"Einer breiten Öffentlichkeit Kunst näher zu bringen und auch die Wirtschaft von der Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit Kunst zu überzeugen", gilt als Anliegen von Publizist Helmut A. Gansterer, der von Ernst Hilger gewürdigt wurde. Dafür wurde er "auf dem Gebiet der Kulturpublizistik" mit dem OscART ausgezeichnet. Verdienste im Kunsthandel im "Bereich zeitgenössische Galerien" erwarb sich OscART-Gewinnerin Ursula Krinzinger, die seit 1995 auch Beiratsmitglied der Kunstmesse Kunst Wien ist. Gewürdigt wurde sie von Kulturstadtrat Andeas Mailath-Pokorny (S).

Sonderpreis

Einen Sonderpreis erhielt die Projektgruppe zum 100. Geburtstag der Wiener Werkstätte (Galerie Bel Etage, Dorotheum, Galerie bei der Albertina, Galerie Kovacek & Zetter, Wien Museum, Wiener Kunstauktionen GesmbH, MAK, Kunsthandel Elisabeth Michitsch, Patrick Kovacs Kunsthandel), die "mit ihrer beispielgebenden Kooperation gezeigt hat, dass sich Spartenwettbewerb und Zusammenarbeit vereinen lassen". Fritz Aichinger war der Laudator.

Der "OscART" wird seit 2002 jährlich als Nominierungspreis für herausragende Leistungen im Bereich von Kunstwissenschaft, Kunstpublizistik und Kunsthandel vergeben. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch die Mitglieder des Gremialausschusses der Wirtschaftskammer Wien. Heuer gestaltete Oskar Höfinger die Bronzeskulptur. (APA)