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Am Anfang ging es Schlag auf Schlag. Kirchler und Kiesenebner stellten rasch einen 2:0-Vorsprung her. Dann geschah aus rot-weiß-roter Sicht nicht mehr allzuviel Sehenswertes.

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Schwere Zeit für Hans Krankl an der Outlinie.

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Innsbruck - Gute erste und letzte Minuten bescherten Österreichs Fußball-Nationalmannschaft trotz einer in der Zwischenzeit recht schwachen Vorstellung einen freundschaftlichen 4:1 (2:0)-Sieg gegen die schwachen Luxemburger, die in weiten Phasen nach der Pause sogar die bessere Mannschaft stellten. Ein Blitzstart durch Tore von Kirchler (5.) und Debütant Kiesenebner (9.) zum 2:0 ließ die 9.400 heimischen Fans im Tivoli auf einen Kantersieg hoffen, doch dann kam mit Ausnahme der letzten Minuten fast nichts mehr.

Huss nützte nach einem schweren Fehler von Stranzl in der 63. Minute eine von mehreren Möglichkeiten für die Gäste zum 1:2, ehe die eingewechselten Haas (85.) und Kollmann (88.) im Finish doch noch für einen klaren Erfolg sorgten.

Zunächst lief alles nach Plan

Erstmals mit den von Hans Krankl gewünschten neuen rot-weiß-roten Dressen angetreten, begannen die Österreicher stark und hatten durch Ersatzkapitän Schopp schon nach einer halben Minute eine Möglichkeit, die er aber nicht zu nützen vermochte. Das 1:0 ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Ein weiter Pass von Kiesenebner erreichte Wallner, dieser legte für Kirchler auf (die Gäste-Abwehr, einschließlich Tormann Besic) war nicht vorhanden und der völlig freistehende Innsbrucker Kirchler hatte wenig Mühe, den Ball in seinem 22. Länderspiel zu seinem vierten Treffer ins leer Tor zu schießen (5.).

Vier Minuten später stand es dann schon 2:0. Kiesenebner nahm aus 20 Metern nach Vorlage von Wallner Maß und traf in seinem ersten Länderspiel flach in die linke Ecke, wobei der Schuss nicht unbedingt unhaltbar schien (9.).

Erster Vorstoß von Huss

Die sich recht mangelhaft bewegenden Gastgeber dominierten bis zur Pause gegen die schwachen Luxemburger das Geschehen, ohne allerdings eine einzige wirklich zwingende Chance vorzufinden. Erwähnenswert waren nur Schüsse von Linz (28./kläglich) und Cerny (Besic wehrte den Weitschuss schlecht ab/40.). Fast wäre hingegen vor dem Seitenwechsel noch das 1:2 gefallen, als Huss in der Nachspielzeit nach Fehler von Hieblinger alleine vor Mandl auftauchte, den Ball aber exakt auf den Sturm-Keeper kanonierte.

Luxemburg gefährlicher

Was sich dann in der zweiten Hälfte ereignete, muss in die doch schon beträchtlich umfangreiche Liste österreichischer Trauerspiele aufgenommen werden, wobei aber wenigstens das Ergebnis versöhnlich stimmte. Die Luxemburger trauten sich nun weit mehr als vor der Pause zu und hätten durchaus mehr als einen Treffer schießen können. Symptomatisch für das Niveau des heimischen Teams war die Entstehung des 1:2. Nach einer Flanke von Di Domenico köpfelte Stranzl den Ball zu schwach zu Schranz, Huss überlauerte die Situation und ließ dem GAK-Keeper keine Chance. Der zur Pause für Mandl gekommene Debütant hatte in der 52. Minute einen Kopfball von Braun aus kurzer Distanz (nach Flanke von Huss) glänzend zur Ecke pariert.

Kaum Sehenswertes der Krankl-Truppe

Das ÖFB-Team, in dem alle 17 Spieler zum Einsatz kamen, hatte bis zur 85. Minute nur einen guten Drehschuss von Linz mit anschließendem Nachschuss von Amerhauser (50.), einen Kopfball von Kirchler (Flanke von Schopp/61.) und einen abgefälschten Haas-Schuss (68.) zu bieten.

Abseits-Tor von Kollmann

Eine Flanke von Standfest fand den Kopf von Haas und dieser traf in der 85. Minute zu seinem siebenten Länderspieltor. Drei Minuten später beförderte Standfest den Ball nach einem schnellen Konter zur Mitte, Schauls patzte und der beim Abspiel im Abseits befindliche Kollmann erzielte sein zweites Länderspieltor zum 4:1. (APA)

Freundschaftliches Fußball-Länderspiel:

  • Österreich - Luxemburg 4:1 (2:0)
    Innsbruck, Tivoli-Neu, 9.400 Zuschauer, Damir Skomina (SLO)

    Torfolge:
    1:0 ( 5.) Kirchler
    2:0 ( 9.) Kiesenebner
    2:1 (63.) Huss
    3:1 (85.) Haas (Kopf)
    4:1 (88.) Kollmann

    Österreich: Mandl (ab 46. Schranz/Debütant) - Cerny, Stranzl, Hieblinger (46. Dospel), Martin Hiden (72. Standfest) - Schopp, Kiesenebner (Debütant/80. Kovacevic), Kirchler, Amerhauser (60. Dollinger) - Wallner (56. Haas), Linz (56. Kollmann)

    Luxemburg: Besic - Peters, Reiter, Schauls, Federspiel - Di Domenico, Cardoni, Molitor, Remy (90. Lassine)- Braun (62. Thimmesch)- Huss (77. Chr. Leweck)

    Gelbe Karten: Linz, Schopp bzw. Molitor, Remy

    Bilanz von Teamchef Hans Krankl: 18 Spiele, 7 Siege, 3 Remis, 8 Niederlagen, Torverhältnis 29:28
    Bilanz gegen Luxemburg: 5 Spiele, 5 Siege, Torverhältnis 22:4 Tore