Brüssel - Die Stadtverwaltung von Charleroi will das Haus des mutmaßlichen belgischen Kindermörders Marc Dutroux abreißen lassen. Sobald das Haus im Vorort Marcinelle, in dem Dutroux seine jungen Opfer quälte, nicht mehr als Beweisstück gelte, solle es zerstört werden, sagte Bürgermeister Jacques Van Gompel dem belgischen Fernsehsender RTL-TVI. Die Stadtverwaltung werde entsprechende Schritte unternehmen. Niemand wolle in dem Haus wohnen, fügte Gompel hinzu. Es ist seit der Verhaftung von Dutroux 1996 unbewohnt.

Am Dienstag hatte das Gericht von Arlon eine Ortsbegehung im Keller des mutmaßlichen Kindermörders organisiert. 110 Prozessbeteiligte besichtigten das Haus, in dem Dutroux 1995 und 1996 sechs Mädchen gefangen hielt und missbrauchte. Vier von den sechs Kindern im Alter von acht bis 19 Jahren überlebten die Torturen nicht. Der vorbestrafte Vergewaltiger ist des Mordes, der Freiheitsberaubung und der Vergewaltigung angeklagt. Ihm droht lebenslange Haft.(APA)