Die Situation der Pressefreiheit hat sich das zweite Jahr in Folge weltweit verschlechtert. Dies geht aus einer Studie der Organisation Freedom House hervor, die am Mittwoch in New York veröffentlicht wurde. Besorgt äußerten sich die Autoren der Studie unter anderem über das Mediensystem in Italien.

Die Organisation bewertet das Mediensystem in jedem Land anhand verschiedener Kriterien. Von 193 untersuchten Ländern wurden 73 als frei, 49 als teilweise frei und 71 als unfrei eingestuft. Von "frei" auf "teilweise frei" heruntergestuft wurde Italien. Als Begründung nennt Freedom House den Einfluss von Ministerpräsident Silvio Berlusconi auf die drei größten privaten Fernsehsender des Landes. Zudem habe Berlusconi seinen Einfluss auch auf den staatlichen Sender RAI ausgeweitet, kritisierte die Mitautorin der Studie, Karin Deutch Karlekar.

Schlechter bewertet als im vergangenen Jahr wurden auch Bolivien, Bulgarien, Gabun, Guatemala, Guinea-Bissau, Kap Verde, Moldawien, Marokko und die Philippinen. Als Staaten mit dem geringsten Maß an Pressefreiheit werden Burma, Kuba, Libyen, Nordkorea und Turkmenistan genannt. (APA/AP)