Die Sparte Information und Consulting hat im vergangenen Jahr in Österreich mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung aufwarten können. Der durchschnittliche Umsatz der Branche legte gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent zu und zeigte damit eine stärkere Umsatzentwicklung als die österreichische Gesamtwirtschaft mit 2,7 Prozent. Das ergab die erstmals durchgeführte Konjunkturerhebung des Forschungsinstituts KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreichs (WKÖ) , deren Ergebnisse am Donnerstag, im Rahmen eines Pressegesprächs in Wien vorgestellt wurden. Insgesamt wurde von den in der Bundessparte Information und Consulting vertretenen Unternehmen im vergangenen Jahr ein Umsatz zwischen 30 und 32 Mrd. Euro erwirtschaftet. Diese Zahlen beruhen allerdings auf vorläufigen Schätzungen der WKÖ. Genauere Daten werden derzeit noch gesammelt.

Zugpferd

"Die Wachstumsbranchen des Informations- und Consulting-Sektors beweisen sich damit als Zugpferd für den sich abzeichnenden Wirtschaftsaufschwung", schätzte Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der Bundessparte Information und Consulting der WKÖ, die Ergebnisse ein. Sowohl die positiven Zahlen des vergangenen Jahres als auch die aktuell gute Auftragslage der Betriebe sorgen für sehr optimistische Erwartungen im laufenden Jahr. Für das erste Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres 2004 erwartet sich die Branche ein Umsatzplus von sechs Prozent. Die Bereiche Finanzdienstleistungen (14,8 Prozent), Werbung und Marktkommunikation (8,5 Prozent) sowie Unternehmensberatung/IT (acht Prozent) gehen sogar von noch höheren Wachstumsraten aus. Lediglich Buch- und Medienwirtschaft sehen in ihrem Bereich einen leichten Rückgang der Umsätze um 0,5 Prozent. Insgesamt wird die Branche nach eigenen Angaben innerhalb der nächsten sechs Monate ihren Personalbestand um 4,1 Prozent ausbauen.

Keine Angst vor EU-Osterweiterung

Von der EU-Osterweiterung erwarten sich die Unternehmen der Branche laut Erhebung tendenziell positive Auswirkungen auf Kundenzahl, Umsatzentwicklung und Arbeitskräfteentwicklung. Lediglich hinsichtlich des Preis- und Honorarniveaus geht man von leicht negativen Effekten aus. Die Ergebnisse der Konjunkturerhebung beruhen auf den Angaben von 2.800 Unternehmen mit insgesamt rund 20.000 Beschäftigten. Die Bundessparte Information und Consulting vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von rund 93.000 Unternehmen aus den Bereichen Information, Kommunikation und Consulting. (pte)